Konzern    Übersicht    Drucken    Schriftgröße
Suche

Sie sind hier  Medizinisches Leistungsangebot  Klinik für Neurologie  Angehörigenberatung

Angehörigenberatung der Abteilung Neuropsychologie

Informationsflyer

Die nahen Bezugspersonen stellen eine große Ressource in der Genesung dar, geben Kraft und ergänzen als vertraute Personen die Unterstützung des Patienten durch das Fachpersonal.

Gleichzeitig sind sie Mitbetroffene und haben Angst, dass das gemeinsame Leben nicht mehr so sein wird wie vor der Erkrankung. Neben Krankenhausbesuchen muss der Alltag gemeistert werden, vielleicht haben sich die Rollen in der Familie verändert. All das stellt eine große Belastung dar und kostet viel Kraft. Deshalb ist es wichtig auch auf sich selbst Acht zu geben. Eine Angehörigenberatung gibt den Raum, über die eigenen Sorgen und Belastungen zu sprechen.

Vielen Menschen tut es gut, sich einmal aussprechen zu können ohne für Andere „stark“ und optimistisch sein zu müssen. Zusammen kann nach einem Weg gesucht werden, mit der schwierigen Situation umzugehen.

 

Was ist Neuropsychologie?

Nach einer Schädigung des Gehirns kann es neben körperlichen Beeinträchtigungen auch zu psychischen Veränderungen kommen. Klinische Neuropsychologen untersuchen zunächst die Wahrnehmungsfunktionen (v. a. Sehen) und die kognitiven Funktionen (z. B. Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnis, Planen). Die Diagnostik ist wichtig, um festzulegen in welchen Bereichen eine Therapie notwendig ist. Gleichzeitig können die erhaltenen Funktionen als Ressourcen genutzt und gefördert werden. Gemeinsam mit dem Patienten werden Therapieziele festgelegt, hier geht es darum eine größtmögliche Lebensqualität und Selbstständigkeit im Alltag wieder herzustellen.

Eine Veränderung des Gehirns kann auch Änderungen in der Gefühlswelt, im Verhalten und in der Persönlichkeit des Patienten bewirken. Dies kann zum einen hirnorganisch bedingt sein, denn auch unsere Emotionen und unser Wesen sind im Gehirn verankert. Zum anderen ist jede schwere Erkrankung ein großer Einschnitt im Leben. Die Krankheit und ihre Folgen, manche möglicherweise dauerhaft, zu akzeptieren und in ein neues Selbstbild zu integrieren ist eine große Herausforderung. Deshalb ist neben der kognitiven Therapie die Unterstützung des Patienten bei der Krankheitsbewältigung ein wichtiger Bestandteil der Neuropsychologie. Eine Hirnschädigung betrifft nicht nur den Patienten, sondern auch „das System“, in dem er lebt, somit spielt auch die Angehörigenberatung eine wichtige Rolle in der Therapie.

 

Bei Interesse an einem Gespräch wenden Sie sich bitte an
Veronika Eder (klinische Neuropsychologin),
Telefon | 089 4562-3212
E-Mail | veronika.eder@kbo.de

 

Startseite