Haus 16 – Abteilung für Menschen mit geistiger Behinderung, Autismus und anderen Entwicklungsstörungen

Infoflyer und Informationen für Besucher

Wie bei Menschen im Alter besteht auch für Menschen mit einer in der Entwicklung angelegten Störung eine erhöhte Bereitschaft für psychische Erkrankungen, körperliche Begleiterkrankungen und ein erhöhtes Risiko für belastende Lebensereignisse wie z.B. Verlusterfahrungen.  Menschen mit geistiger Behinderung und Autisten können nicht immer sprechen. So werden z.B. Schmerzen, Ängste, Ärger später erkannt und schwerer verstanden. Psychische oder Verhaltensstörungen gehen selten auf nur einen Anlass zurück. Oft bestimmen mehrere Faktoren gemeinsam das Bild, z.B. bei fremd- und selbstverletzenden Verhaltensweisen nach dem Wechsel von der Schule in eine Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung bei einem Menschen und dem zeitgleichen Wechsel einens Antikonvulsivums in der Behandlung einer Epilepsie. Die Psychischen Erkrankungen werden vom Profil der Entwicklungsverzögerung geprägt und können ungewohnt und atypisch erscheinen. Diagnostik und Behandlung erfolgen daher meist interdisziplinär und unter Hinzuziehung pädagogischer Kompetenzen.

Eingesetzte Therapieverfahren können sein

  • Bezugspersonenpflege
  • Psychotherapie mit verhaltenstherapeutischen, tiefenpsychologischen und systemischen Therapieelementen
  • Psychopharmakotherapie
  • Fördergruppe/Arbeitstherapie
  • Pädagogische Einzel- und Gruppenarbeit
  • Soziales Kompetenztraining Körperorientierte Entspannungsverfahren
  • Snoezelen (wohlfühlen der Sinne)
  • Musik- und Kunsttherapie
  • Gymnastik, Schwimmen,
  • Bewegungstherapie
  • Kochen, Backen, Gärtnern
  • Außenaktivitäten

Die Ambulanz verfügt über ein spezifisches Angebot der Diagnostik und Therapie für diese Patientengruppe und berät über Behandlungsmöglichkeiten. Sie arbeitet bei Bedarf im engen Kontakt mit den Einrichtungen der Behindertenhilfe, mit Angehörigen und gesetzlichen Betreuern. Sie steht als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn Patienten der Ambulanz in anderen Kliniken behandelt werden. Bei Bedarf besuchen die ambulanten Behandler die Patienten im Rahmen ihrer Möglichkeiten vor Ort. Die Kontaktaufnahme und die Terminvereinbarung erfolgen über das Sekretariat.

Ziele der Behandlung können sein

  • Untersuchungen durchzuführen
  • Verhaltensauffälligkeiten zu verstehen und abzubauen,
  • Krisen zu bewältigen,
  • lebenspraktische Fertigkeiten zu trainieren
  • soziale Kompetenz zu üben
  • und neue Lebensperspektiven

zu entwickeln.

Kontakt
Kontakte Haus 16 – Abteilung für Menschen
mit geistiger Behinderung, Autismus und anderen Entwicklungsstörungen

Sekretariat
Tel.: 089 4562-3510
Fax: 089 4562-3103
E-Mail: sek-geistigebehinderung. iak-kmo@kbo.de